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Okt 30: Kommentar: Das Forstall-Aus und seine Auswirkungen

Es ist ohne Zweifel die bislang tief greifendste Entscheidung, die Tim Cook in seiner bisherigen Amtszeit als CEO von Apple getroffen hat. Die personelle Umstrukturierung verschiedener wichtiger Geschäftsbereiche, die gestern Abend per Pressemitteilung publik gemacht wurde dürfte dabei richtungsweisend für den Kurs sein, den Apple in den kommenden Monaten und Jahren einschlagen wird. Prominentestes Opfer bei den Neubesetzungen ist zweifelsohne der bisherige iOS-Chef Scott Forstall, um den sich auch die meisten Diskussionen und Berichte seit des Bekanntwerdens drehen und dessen Ende bei Apple wohl auch größere Neuerungen und Änderungen bei zukünftigen iOS-Versionen nach sich ziehen wird. Forstall, der bereits als Apple CEO der Zukunft gehandelt wurde, galt als Ziehsohn von Steve Jobs. Gemeinsam mit dem ehemaligen CEO kehrte er 1997 von dessen Firma NeXT zurück zu Apple und war seither an der Entwicklung von OS X und iOS maßgeblich beteiligt. Allerdings wurden ihm auch schwierige, Jobs-ähnliche Charakterzüge nachgesagt, die zuletzt sogar dazu geführt haben, dass sich hochrangige Apple-Mitarbeiter wie Phil Schiller und Jony Ive geweigert haben sollen, mit ihm in einem Raum zu sein, so lange nicht auch Tim Cook anwesend war. Sein Auftreten habe Insidern zufolge immer mehr dem von Steve Jobs geähnelt, was wohl auch seinen Abgang beschleunigt haben soll. So schreibt Om Malik recht treffend "Forstall forgot he was Steve’s guy, not Steve Jobs." lesen Sie mehr
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Geschrieben von Florian Schimanke am Dienstag, 30. Oktober 2012 um 07:53 in Apple
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Tags für diesen Artikel: apple, kommentar, scott forstall

Sep 30: Karten-Diskussion: Hat Apple ein Scott-Forstall-Problem?

Es ist schon eine Grundeigenschaft von Apple-Themen, dass diese in der Regel mit einer gehörigen Portion Emotion diskutiert werden. So etwas wie aktuell mit der neuen Karten-App in iOS 6 habe aber auch ich in meinen nun knapp fünf Jahren als Apple Blogger nur höchst selten erlebt. Grundsätzlich bleibt bei aller Objektivität und Subjektivität nur das Urteil, dass Apples Kartenlösung im jetzigen Stadium nicht mit dem Vorgänger Google Maps mithalten kann. Einen interessanten Blick auf die Thematik aus einem neuen Blickwinkel wirft derzeit CNN Money in einem durchaus lesenswerten Artikel. Dort wird nämlich nach dem Schuldigen für die Misere gesucht und in iOS-Chef Scott Forstall augenscheinlich auch gefunden. Forstall kam seinerzeit gemeinsam mit Steve Jobs von NeXT zu Apple und ihm werden durchaus ähnlich schwierige Charakterzüge nachgesagt, wie dem einstigen Apple-Chef. Vor allem aber wird er dafür kritisiert, dass er mit der neuen Karten-App nach Siri nun schon den zweiten Dienst in iOS integriert hat, der beim User eher für Kritik als für Begeisterung sorgt. Schaut man einmal genauer hin, ist da sogar eine Menge Wahres dran. Allerdings bin ich kein großer Freund von Schuldzuweisungen, da diese sicherlich aktuell niemandem weiterhelfen.

Dennoch könnte sich aus dem im Gesamtkontext gesehen recht kleinen Karten-Problem eine echte Führungskrise entwickeln. Scott Forstall wurde schließlich bereits als der Apple-CEO der Zukunft gehandelt. iOS ist inzwischen das vermutlich wichtigste System bei Apple, vor allem mit Blick in die Zukunft. Scott Forstall ist damit bereits jetzt in einer äußerst wichtigen Position bei Apple und seine (angeblich) schwierigen Charakterzüge könnten für Apple zu einem echten Problem werden. Die Weichen, die Apple mit iOS 6 gestellt hat, sind sicherlich richtungs- und zukunftsweisend, wenngleich dies vielleicht nicht unbedingt auf den ersten Blick auffällt. Fakt ist aber auch, dass Scott Forstall möglichst bald abliefern sollte, wenn er (und damit auch Apple) nicht in größere Schwierigkeiten geraten wollen.

Kleine Randnotiz: Auf den US-Webseiten hat Apple inzwischen gar den Werbetext für seine Karten-App überarbeitet. Konnte man dort vor kurzem noch über die neue App "All of which may just make this app the most beautiful, powerful mapping service ever." lesen, findet man inzwischen den (etwas entschärften) Text "All in a beautiful vector-based interface that scales and zooms with ease."

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Geschrieben von Florian Schimanke am Sonntag, 30. September 2012 um 17:04 in Apple
Kommentare: (31) Trackbacks: (3)
Tags für diesen Artikel: apple, ios, scott forstall

Jan 18: Scott Forstall als Apple CEO der Zukunft?

Lange Zeit hat man es zwar kommen sehen, sich aber keine direkten Gedanken darüber gemacht, wer nach der Ära Steve Jobs das Ruder bei Apple übernehmen würde. Als es dann alles ganz schnell gehen musste, war Tim Cook natürlich die naheliegendste Lösung. Allerdings hat dies auch die weitere Zukunftsplanung bei Apple auf die Agenda gerufen, so dass nun schon spekuliert wird, wer Apple nach Tim Cook als CEO übernehmen könnte. Eine Diskussion, ein wenig sehr früh erscheinen mag, schließlich hat Tim Cook erst kürzlich 1 Mio. Apple-Aktien (aktueller Wert ca. $ 425 Mio.) erhalten, sollte er bis zum Jahr 2021 CEO bei Apple bleiben. Als sein legitimer Nachfolger wird nun bereits einer der jüngeren hochrangigen Apple-Manager gehandelt, der mit seiner "Mobile Software"-Abteilung bereits für 70% von Apples Umsatz verantwortlich ist. Die Rede ist vom "Senior Vice President for iOS Software" Scott Forstall. Dies geht aus dem am 25. Januar erscheinenden Buch "Inside Apple: How America's Most Admired - and Secretive - Company Really Works" des Fortune-Redakteurs Adam Lashinsky hervor, welches einen (unautorisierten) Blick hinter die Kulissen von Apple wirft und woraus Fortune bereits Auszüge veröffentlichte. Demnach bringt Forstall alles mit, was man für die Position brauche. Ein Artikel der Businessweek bezeichnete ihn letzten Oktober gar als einen "agressiv-ambitionierten mini-Steve".

Die meisten werden Scott Forstall bereits von diversen Auftritten bei Apple-Events kennen. Insofern ist er also auch bühnentauglich, was eine Grundvoraussetzung bei Apple sein dürfte. Darüber hinaus ist er mit 43 Jahren noch recht jung und angeblich ebenso eine schwierige Persönlichkeit und ebenso detailversessen wie einst Steve Jobs. Letzterer brachte ihn übrigens 1997 im Zuge der Übernahme von NeXT durch Apple mit in das Unternehmen, so er maßgeblich an der Entwicklung von Mac OS X und später iOS beteiligt war. Sicherlich ist die Diskussion um eine Nachfolge von Tim Cook in frühestens neun Jahren noch deutlich zu früh. Fakt ist aber, dass Scott Forstall sicherlich eine der wichtigsten Personen bei Apple ist.

Das Buch "Inside Apple" erscheintam 25. Januar und kann bereits sowohl bei Amazon (€ 18,95), als auch im iBookstore (€ 13,99) vorbestellt werden.

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Geschrieben von Florian Schimanke am Mittwoch, 18. Januar 2012 um 07:54 in Apple
Kommentare: (5) Trackbacks: (6)
Tags für diesen Artikel: apple, scott forstall, steve jobs, tim cook
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